Wir haben was zu (malen) sagen!

001 002 003 004 006 007 008 009 010 011 012

Wir sind noch nicht ganz weg…

Varsenik und Aina von Wir bleiben! beteiligten sich vergangene Woche an der „Malaktion“ der Plattform Rechtberatung im Haus der Begegnung. Sie schrieben auf die Glasfenster des Bildungshauses wichtige Aussagen über Dinge, die ihnen unter den Nägeln brennen in ihrer Rolle als Flüchtlinge. Sie schrieben in der eigenen Muttersprache – Varsenik auf Armenisch und Aina auf Tschetschenisch. Auch Nancy, die für unsere Sendungen auf Arabisch ins Mikrophon gesprochen hat, nahm teil. Hier Fotos davon.

Mehrere Flüchtlinge nahmen Teil – auch auf Dari, Somali, Deutsch und Englisch sind Statements zu lesen.

Die Übersetzungen erscheinen bald in Papierform im Haus der Begegnung.

Hier schon Mal die Statements von Aina, Varsenik und Nancy übersetzt:

Aina: „Ich bin von zu Hause weggelaufen, hierhergekommen und wurde gut aufgenommen. Aber die Behörde schenken meiner Wahrheit keinen Glauben. Sie sagen, dass es dort, wo ich herkomme, gut ist. Wer dort aber nicht war, kann nicht wissen, was dort passiert“.

Nancy: „Was bringt mir „Subsidiäre Schutz“ wenn ich meine Frau und Kinder nicht her bringen kann!!“

„Mein Job entspricht nicht meine Diplome und dem, was ich hier tun könnte“

Varsenik: „Ich liebe dieses Land und seine Kultur. Ich bleibe in Österreich.“

Ich schrieb folgende Aussage in der deutschen Sprache:

„Auch ein Wirtschaftsflüchtling ist ein politischer Flüchtling“

Fotos: Varsenik Andresian, Sónia Melo